Dienstag, 29. Januar 2008

How d'ya like them all?


Did you notice last week's Tchibo ads, the ones titled "Die Kraft aus deiner Mitte"? I know, language merging has been going on for quite some time, but I just couldn't bear THAT hotchpotch. They offered something called "Yoga-Pant", which, correct me if I'm wrong, could be two things: a) extremely exhausting yoga, so you make loud noises while exhaling, b) you only get one leg of the trousers. In addition, Tchibo has found another dimension of panting. It costs 16,99 and it's called "Relaxpant". Is this panting after ...? Oh well! Then they offered stuff like "Sweatjacke" and "Sweathose". Who wants to wear this? But we Germans pronounce it "Sweetjacke" and "Sweethose" anyway, so who cares?

Finally, there was a description for a "Jersey-Shirt" that went: "Softe Baumwollqualität im Lagenlook. Mit Lotus-Print und Stickerei." I am not a language Nazi - all I'm saying is: THIS mishmashing of languages sounds terrible to both German and English ears, or doesn't it?

Freitag, 25. Januar 2008

Krater und Gegenkrater

Neulich bin ich bei Aldi fündig geworden. In der Hoffnung, die größtmögliche Strahlkraft in mein Gesicht zu bringen, habe ich die Tagescreme "Antifalten" gekauft. Na ja, die Strahlkraft stellte sich zu Hause als größtmögliche Rötungskraft heraus; dieser Versuch war also wieder für den Müll.
Was bleibt, ist dieses geheimnisumwitterte Wort: "Antifalten", und seitdem rätsle ich um seine Bedeutung. Wenn es "Antifalten" gibt, Plural also, dann gibt es auch die "Antifalte". Wie aber muss man sich eine "Antifalte" vorstellen?
Ein Erklärungsversuch: Eine oder mehrere "Antifalten" sind, analog der Sinuskurve, um 180° verschobene Falten. Die Falten im Gesicht addieren sich mit den Antifalten in der Creme und ergeben so null.


Ja, so was haben die da reingemischt! Jedoch, meine Haut wollte es nicht. Zu wenig mathematisches Verständnis vielleicht?



Mittwoch, 9. Januar 2008

Bauernapostroph?



Warum nur, warum diese Schreibweise? Weil Landmänner, sprich Bauern, blöd sind und die Orthographie nur nach dem Zufallsprinzip benutzen? Bitte!! Das ist hoffentlich nicht die Botschaft der Werbeabteilung, die uns dieses Layout beschert hat. Das Bildchen ist ja eigentlich ganz nett.

Dienstag, 27. November 2007

Wie jetzt?

Bin vor ein paar Tagen über diese Anzeige bei Toom gestoßen. Es scheint mir, sie wollen die Tierchen dann doch nicht verkaufen, oder?









Und dann das noch:




Also, entweder sind der LKW und die Magnettafel gratis oder sie sind es nicht! Aber "gratis": da verbirgt sich doch was hinter: irgendein Trick, ein kleiner Haken; denn wenn sie "gratis" sind, bedeutet das: man bezeichnet sie nur so, keineswegs sind sie es aber. Pikantes Detail: auf der Fruchtzwergepackung ist es richtig geschrieben!




Sonntag, 18. November 2007

IKEA-Duzkampagne: Du bist IKEA (aber ich nicht)

Den folgenden, leider nur kurzen, Schriftwechsel hatte ich neulich mit IKEA. Mich regt die Duzerei tierisch auf. Herzhaft lachen musste ich beim Lesen der Antwort von IKEA. Auf meine zweite E-mail haben sie nicht mehr geantwortet - schade eigentlich.


Liebes IKEA,

bitte sage mir, was du für mich tun kannst, damit ich nicht weiterhin von dir geduzt werde. Wenn du die deutsche Sprache gut beherrschst, dann merkst du gerade, wie albern es ist, ein ganzes Volk per Werbung mit du anzureden. Das ist, wie wenn auf jedem deiner Werbeplakate neben der Schrift eine erwachsene Frau in kariertem Miniröckchen und Ringelstrumpfhosen, neckischem Halstüchlein und Rattenschwänzen abgebildet wäre, die sich gerade in der Nase bohrt. Richtig witzig und locker eben nur fast.

Ich fände es mal Zeit, wenn du deine deutsche Werbeabteilung informierst, dass sich total viele Deutsche über die IKEA-Duzerei aufregen. Lass dir bitte wieder was anderes einfallen: am Geld scheitert's doch nicht, liebes IKEA!

Deine Christina



Sehr geehrte IKEA Kundin,

zuerst einmal bedanken wir uns für Ihre offene und freundliche Kritik an unserer Kundenansprache. Nur so können wir lernen und besser werden. Dennoch: Warum haben wir uns nach 30 Jahren auf dem deutschen Markt entschieden, unsere potenziellen Kunden mit "du" anzusprechen? Zunächst hängt das mit unserer Herkunft zusammen. In Schweden sagt man "du". Trotzdem ist man dort nicht unhöflich zueinander. Im Gegenteil: Dort werden Höflichkeit und ein respektvoller Umgang miteinander groß geschrieben.

Weiterhin haben wir uns für das "du" entschieden, weil wir uns unseren Kunden heute nach 30 Jahren enger verbunden fühlen denn je. Schließlich verdanken wir ihnen eine ganze Menge. Ohne unsere Kunden wären wir nicht da, wo wir heute sind. Wir hoffen, wir konnten Ihnen unsere Gründe ein wenig plausibel machen. Und würden uns freuen, Sie bald mal wieder bei uns begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

Erika Dünschede
IKEA Service-Center
IKEA-SERVICE.de1@memo.ikea.com

IKEA Deutschland GmbH & Co. KG> AG München HR A 67108> p.h.G.:IKEA Deutschland Verkaufs-GmbH> AG München HR B 66738>> Geschäftsführerin:> Petra Hesser>> Versandniederlassung/Call-Center> Geschäftsleitung Versand:> Claus Cholewa> Geschäftsleitung Call-Center:> Hans Schauer> Hochheimer Weg 5-7> 65719 Hofheim-Diedenbergen> Hochheimer Weg 5-7> Telefon 0180 5 35 34 35*> Telefax 0180 5 35 34 36*> Internet: http://www.ikea.de/> * 14ct/min (aus dem Festnetz der T-COM)> Mobilfunkpreise abweichend>> ***************************************************************************



Liebe Erika,

danke, dass du mir geantwortet hast. Danke auch, dass ihr, du und IKEA, noch besser werden wollt. Da habe ich ja noch Hoffnung. Denn wie du wieder siehst, bleibt es im Deutschen albern, jemand Fremden zu duzen, auch wenn das im Schwedischen und im Englischen voller Respekt und Höflichkeit geschieht. Damit hat es ja auch nichts zu tun - es sind einfach andere Sprachsysteme.

Aber auch ich bin eine IKEA-Kundin, und mir wird immer schlecht, wenn ich von euren Werbeplakaten geduzt werde. Ich fühle mich da, wie wenn mich ein Fremder unsittlich berührt. Das ist doch eklig! Bitte mach das weg! Ich möchte mich endlich wieder bei IKEA wohl fühlen. Sag nicht, dass ich dir egal bin! Dann gehe ich nämlich nie wieder zu euch, und ihr merkt es nicht einmal.

Hoffnungsvolle Grüße

Deine Christina