Ab-gerückt von der Konvention
vom man macht, man soll
Ich in der geschälten Version
nackt und schön
berührbar und berührt
prall wie ein Baby
voll Lebensstaunen
Sie rennen hinter dir her
und wollen dich fangen
Zwangsjacke im Gepäck
Aber da ist dein Leben
nackt und schön
unendlich
dein unendliches Leben
das fließt, fließt
mit allem fließt
mit allem eins ist
berührt von der Schwingung:
Lebenssaite
Ich spiele meine Lebenssaite
Sie ist gespannt in meinem Körper
Ich schlage sie an
ein Wohlklang
Verbreitet sich Schwingung
über mich, über alles
Dong
dong
dong
Ver-rückt, mutig, ich und alles
Glücklich, dass es ist
Gerührt und dankbar
für mein Sein
für das Wachen in der Nacht
die Kühle, die Stille und die Eleganz
der Nacht
zärtliche Hand, die mich streift
Ver-rückt und zentriert
am Epizentrum brodelnder Energie
zuschauen, die Schale halten
wenn sich etwas in sie ergießt.
Freitag, 15. Oktober 2010
Donnerstag, 29. Juli 2010
Blick vor und zurück
Ich würde dir gerne begegnen
jenseits deiner Gedanken
Ich würde mir gerne begegnen
jenseits meiner Gedanken
Ich würde uns gerne begegnen
entschlungene Gedanken
Arme umschlungen
um die Lippen
eingesogen, angehaucht, liebkost
Die Körper in einem
Puls von Ewigkeit und Verlangen
Da will ich ein Körnchen sein
in mir
in dir
ein Hauch, ein Lichtstrahl
zitternd in der Mittagshitze
und verwehen.
jenseits deiner Gedanken
Ich würde mir gerne begegnen
jenseits meiner Gedanken
Ich würde uns gerne begegnen
entschlungene Gedanken
Arme umschlungen
um die Lippen
eingesogen, angehaucht, liebkost
Die Körper in einem
Puls von Ewigkeit und Verlangen
Da will ich ein Körnchen sein
in mir
in dir
ein Hauch, ein Lichtstrahl
zitternd in der Mittagshitze
und verwehen.
Mittwoch, 28. April 2010
Gesangsstunde
Sonne und Licht
und Strahlen und
frei und tanzen
und alles und mein Herz klopft wild
und der Kopf schwirrt mir und
wo ist meine Kontrolle und
ich bin müde, aber
möchte nicht schlafen
und ich habe Sehnsucht
dass mein Leben sich erfüllt
dass Schönheit wahr wird
dass sich das Lachen vereint
dass ich schmelzen darf
im Tanz mit dir
und Strahlen und
frei und tanzen
und alles und mein Herz klopft wild
und der Kopf schwirrt mir und
wo ist meine Kontrolle und
ich bin müde, aber
möchte nicht schlafen
und ich habe Sehnsucht
dass mein Leben sich erfüllt
dass Schönheit wahr wird
dass sich das Lachen vereint
dass ich schmelzen darf
im Tanz mit dir
Montag, 26. April 2010
Fata Morgana
"Dein Blick, der zu mir nichts sagt, nicht mich meint, nicht in mich eindringen will. Freundlich distanziert. Auf Wiedersehen. Und dann gehen wir auseinander als wäre nichts."
Sie schämt sich. Schämt sich ihrer Sehnsucht, ihrer Gier, all ihrer Gefühle, die ein Du suchen, schämt sich ihrer Einsamkeit. Will sich nicht zeigen, nackt und bedürftig. Eine Bettlerin am Straßenrand mit ausgestreckter, schmutziger, schwieliger Hand.
"Kann ich mit dir gehen? Kann ich dir jemand sein? Kann ich dir wichtig sein? Gib mir deine Hand, ich möchte deine Wärme spüren und mit dir wegschwimmen, wo immer du auch wohnst. Es wird schon nahebei sein."
Doch dann zieht sie ihre Hand wieder zurück, weil sie erkennt: der Blick des anderen trifft nicht ihren. Er ist in seiner Welt und schreitet weiter, verschwimmt im abendlichen Licht.
"Was soll ich noch hier?", denkt sie sich, und geht los, irgendwo hin, die Straßen kreuz und quer.
"Ich werde wohl irgendwo ankommen. Irgendwo, von dem ich noch nicht weiß."
Sie schämt sich. Schämt sich ihrer Sehnsucht, ihrer Gier, all ihrer Gefühle, die ein Du suchen, schämt sich ihrer Einsamkeit. Will sich nicht zeigen, nackt und bedürftig. Eine Bettlerin am Straßenrand mit ausgestreckter, schmutziger, schwieliger Hand.
"Kann ich mit dir gehen? Kann ich dir jemand sein? Kann ich dir wichtig sein? Gib mir deine Hand, ich möchte deine Wärme spüren und mit dir wegschwimmen, wo immer du auch wohnst. Es wird schon nahebei sein."
Doch dann zieht sie ihre Hand wieder zurück, weil sie erkennt: der Blick des anderen trifft nicht ihren. Er ist in seiner Welt und schreitet weiter, verschwimmt im abendlichen Licht.
"Was soll ich noch hier?", denkt sie sich, und geht los, irgendwo hin, die Straßen kreuz und quer.
"Ich werde wohl irgendwo ankommen. Irgendwo, von dem ich noch nicht weiß."
Mittwoch, 21. April 2010
Alles
"Ja, ich will,
ich will mich selbst.
Ja, ich will mein Leben!"
Schrieb es dir nur als Appell
und wurd' wundersam
mir selbst zum Trost gegeben.
Dank dir. Dank mir.
Dank allem, dass es ist.
ich will mich selbst.
Ja, ich will mein Leben!"
Schrieb es dir nur als Appell
und wurd' wundersam
mir selbst zum Trost gegeben.
Dank dir. Dank mir.
Dank allem, dass es ist.
Freitag, 2. April 2010
Davor und danach
Starbucks am Friesenplatz:
perfekter Ort urbanen Treibens
Ausgestellt im Schaufenster sitzen
in dicken Sesseln lümmeln
lauwarme "Hot Chocolate Tall" in Humpentasse.
Passanten schreiten und hasten vorbei
U-Bahn, Ampeln, Autos, LKW
unterwegs, unterwegs.
Politesse in Uniform, Brille, Strähnchenhaar
Passant mit Aktenkoffer fragt nach dem Weg.
Da hin! Danke.
Postbotin schiebt rauchend ihren gelben Briefwagen.
Junge Menschen in der Mittagspause
Gespräche. Beiläufiges Plappern.
Akustische Gitarre und amerikanischer Gesang
plätschern dazu.
Wartende Frau wird draußen von
heraneilendem Mann begrüßt, geküsst, weggeführt.
Laufreklame, Blaulicht, Tatütata.
Nur junge Menschen - ich werde alt.
Tik, tik, tik, wohin läuft meine Uhr?
Schneller, rast wie die Taxis da:
Taxometer auf 1.000.000.000 Euro oder mehr?
Grüne Ampel: hinüberhetzen
den Termin bekommen.
Schlapp, schlapp, Schuh ist auf
Jeanssaum ausgetreten
aber nur an einem Bein
Wann breche ich auf?
Wann ist es Zeit?
Wann ist noch genug Zeit
zu laufen, zu schauen, zu atmen
bevor es beginnt?
Ich muss los.
perfekter Ort urbanen Treibens
Ausgestellt im Schaufenster sitzen
in dicken Sesseln lümmeln
lauwarme "Hot Chocolate Tall" in Humpentasse.
Passanten schreiten und hasten vorbei
U-Bahn, Ampeln, Autos, LKW
unterwegs, unterwegs.
Politesse in Uniform, Brille, Strähnchenhaar
Passant mit Aktenkoffer fragt nach dem Weg.
Da hin! Danke.
Postbotin schiebt rauchend ihren gelben Briefwagen.
Junge Menschen in der Mittagspause
Gespräche. Beiläufiges Plappern.
Akustische Gitarre und amerikanischer Gesang
plätschern dazu.
Wartende Frau wird draußen von
heraneilendem Mann begrüßt, geküsst, weggeführt.
Laufreklame, Blaulicht, Tatütata.
Nur junge Menschen - ich werde alt.
Tik, tik, tik, wohin läuft meine Uhr?
Schneller, rast wie die Taxis da:
Taxometer auf 1.000.000.000 Euro oder mehr?
Grüne Ampel: hinüberhetzen
den Termin bekommen.
Schlapp, schlapp, Schuh ist auf
Jeanssaum ausgetreten
aber nur an einem Bein
Wann breche ich auf?
Wann ist es Zeit?
Wann ist noch genug Zeit
zu laufen, zu schauen, zu atmen
bevor es beginnt?
Ich muss los.
Montag, 18. Januar 2010
Wer kann ich sein?
Ich kann ein Fels sein, den das Wasser umspült. Ich kann das Wasser sein, das den Fels aushöhlt und das die Fische beherbergt, die in ihm wohnen. Ich kann ein Fisch sein, der in dem Wasser lebt, sich von ihm tragen lässt und sich in Felsen versteckt.
Ich kann groß sein, ich kann klein sein, wenn ich es für möglich halte.
Wonach sehne ich mich?
Ich kann groß sein, ich kann klein sein, wenn ich es für möglich halte.
Wonach sehne ich mich?
Abonnieren
Posts (Atom)